Im Aquarium

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Samstag, 7. Mai 2016

Das feministische Jahr 2015


Von Daisy Duck bis Heiko Maas.



Januar

Der Niedergang der Medien aus dem vorigen Jahr setzt sich fort. Desinformation, Manipulation und mangelnde journalistische Standards sind an der Tagesordnung. Meinungsvielfalt gibt es kaum noch, die Artikel wirken oft wie gleichgeschaltet. Natürlich suchen Journalisten auch weiterhin die Fehler nicht bei sich, sondern baden in Selbstmitleid und inszenieren sich nach dem Attentat auf die Redaktion von Charlie Hebdo mit der Aktion Ich bin Charlie als Märtyrer der Freiheit, um etwas vom Opferstatus abzubekommen. Die öffentlich-rechtlichen Sender versuchen derweil, mit ihren Zwangsgebühren Zeitungen zu subventionieren. Und im Oktober fordert der scheidende Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes eine „Haushaltsabgabe für Printmedien“.
Inhaltlich dominiert in den Medien der Daisy-Duck-Feminismus. Statt echte Diskussionen zu führen, beschränken sich Journalisten darauf, Männer im Allgemeinen und Feminismuskritiker im Besonderen zu dämonisieren. Beispiele? Im Februar berichtet das Deutschlandradio einseitig zum Thema häusliche Gewalt, und der SWR hetzt gegen „Maskulinisten“. Im Mai propagiert die Komikerin Carolin Kebekus in der ZDF-Sendung Die Anstalt radikalfeministische Positionen. Im Juli kolportiert die Süddeutsche Zeitung Klischees über „sexualisierte Gewalt“, und der SWR leistet sich einen weiteren Ausfall gegen Feminismuskritiker unter dem Titel „Feindbild Frau“. Der BR pöbelt im September gegen „die neuen Frauenhasser“ und schiebt im November „Frauen und Frauenhasser im Internet“ nach. Und immer noch wundern sich Journalisten, dass ihnen der Geruch einer „Lügenpresse“ anhaftet.

Auch in diesem Jahr gelingt es Radikalfeministinnen wieder, ihr Weltbild einer angeblichen Vergewaltigungskultur in der öffentlichen Meinung zu verankern. In Großbritannien müssen Männer künftig ihre Unschuld beweisen, wenn sie der Vergewaltigung bezichtigt werden. Und in den USA können sich die Zwangsneurotikerinnen wie gehabt der Unterstützung durch Präsident Obama sicher sein, der ihnen wider besseres Wissen nach dem Mund redet. Auch sonst macht Obama deutlich, dass ihn das Schicksal von Männern nicht kümmert: Männliche Opfer häuslicher Gewalt nimmt er nicht zur Kenntnis, die Mittel zur Bekämpfung von Prostatakrebs will er streichen.

Anhörung im Bundestag zu den Plänen von Bundesjustizminister Heiko Maas, das Sexualstrafrecht zu verschärfen, um angebliche „Schutzlücken“ zu schließen und somit die Definitionsmacht den Frauen zu überlassen, obwohl es gerade neue Erkenntnisse über das Ausmaß an Falschbeschuldigungen gibt.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen will eine Quotenregelung bei der Bundeswehr – selbstredend nur für Führungspositionen, nicht etwa bei der kämpfenden Truppe.


Februar

Die Universitäten in den USA sind eine Hochburg von Ideologinnen geworden, die ihren Glauben an eine Vergewaltigungskultur durchsetzten. In Oregon wird ein Student vom Campus verbannt, weil er eine Kommilitonin an ihren Vergewaltiger erinnert. In Nevada sollen sich Studentinnen mit Schusswaffen gegen Übergriffe wehren können. An der Columbia-Universität in New York, wo Studenten mittlerweile an einem Programm gegen sexuelle Übergriffe teilnehmen müssen, beispielsweise indem sie zum Thema dichten oder tanzen, verstrickt sich Matratzenmädel Emma Sulkowicz mit ihren Vergewaltigungsvorwürfen in Widersprüche und besteht plötzlich auf ihrer Privatsphäre.

Die den Grünen nahestehende Heinrich-Böll-Stiftung (2014: 49,4 Millionen Euro aus öffentlichen Mitteln) tut, was in ihren Kräften steht, um einen offenen Meinungsaustausch zu verhindern. Im Januar blendet sie in einer Veranstaltung zur terroristischen Vereinigung Boko Haram ermordete Jungen und Männer konsequent aus. Auf ihrer Website ermuntert sie Menschen, „eine eigene Definition von Feminismus zu entwickeln und zu teilen“ – mit teilweise entlarvenden Ergebnissen. Gleichzeitig sperrt sie Akten über die Vergangenheit von Daniel Cohn-Bendit im Zusammenhang mit Pädophilie.

Was tut eine Ministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, nachdem sie erfolgreich die Frauenquote durchgeknüppelt hat? Kümmert sie sich zur Abwechslung um Familien? Um Altersarmut? Oder um die in der Schule benachteiligten Jungen, auf die gerade eine aktuelle Bildungsstudie der OECD hingewiesen hat? Natürlich nicht. Manuela Schwesig interessiert sich auch weiterhin ausschließlich dafür, wie sie Ihresgleichen privilegieren kann, und treibt ein „Entgeltgleichheitsgesetz“ voran.

Das Bundesverfassungsgericht entscheidet, dass eine Mutter dem Scheinvater eines Kuckuckskindes nicht den Namen des biologischen Vaters verraten muss, weil „die Persönlichkeitsrechte der Frau gewahrt bleiben müssen“.


März

Studenten in den USA, die an eine Vergewaltigungskultur glauben, wollen die Unschuldsvermutung abschaffen. In Oregon wird ein Student vom Unterricht ausgeschlossen, weil er „falsche Ansichten“ zu diesem Thema hat.

Die Infantilisierung des Universitätswesens in den USA nimmt absurde Ausmaße an. Texte, die empfindsame Gemüter „verletzen“ könnten, werden mit Triggerwarnungen versehen. Eine Universität in New York installiert ein Überwachungssystem gegen „Mikroaggressionen“. In Providence gibt es Kuschelzonen mit Bilderbüchern, Seifenblasen, Knete und Kissen, um „traumatisierenden“ Erfahrungen zu begegnen. Bücher, die jemand als verletzend empfinden könnte, werden aus dem Unterricht verbannt. Solche „safe spaces“ haben Konsequenzen, warnt ein Psychologe.

In letzter Minute wird das von Manuela Schwesig durchgeboxte Gesetz zur Frauenquote so verändert, dass auf keinen Fall Männer davon profitieren können. „Denn allein aus der Feststellung, dass ein Geschlecht in einem bestimmten Bereich in der Minderheit ist, folgt noch keine tatsächliche Benachteiligung.“ Ach so?
Am Internationalen Frauentag hält Frau Schwesig eine Rede vor der UN zu Frauenrechten und erklärt, dass Deutschland sich dafür einsetzt, „Gleichberechtigung als eigenständiges Ziel in die Post-2015 Agenda für nachhaltige Entwicklung aufzunehmen“.

Auch die Bundeszentrale für politische Bildung geht in die Knie, sobald Feministinnen, wie hier beim Thema Prostitution, mit dem Fuß aufstampfen.

Ein depressiver Co-Pilot von Germanwings steuert ein Flugzeug gegen eine Felswand und reißt hundertfünfzig Menschen mit in den Tod. Luise Pusch leistet Trauerarbeit, indem sie in der Emma eine Frauenquote im Cockpit fordert.

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff hat ein neues Gesetz unterschrieben, das besagt, dass jemand, der eine Frau umbringt, schwerer bestraft wird als jemand, der bloß einen Mann umbringt.

Wie gut, dass es gelegentlich auch etwas zu lachen gibt, wie bei diesem wunderbaren Bericht über einen „queer-feministischen Workshop“ mit Lann Hornscheidt!


April

Die Journalistin Sabrina Rubin Erdely, die im Rolling Stone falsche Vorwürfe über eine angebliche Gruppenvergewaltigung verbreitet hat, entschuldigt sich bei ihren Lesern, nicht jedoch bei denen, die sie verleumdet hat, und stilisiert sich selbst zum eigentlichen Opfer. Ines Pohl, die Chefin der taz, stößt ins gleiche Horn und hat mit Rufmord kein Problem, solange sich dieser gegen Männer richtet. Im Juni stellt sich heraus, dass die Falschbeschuldigerin, auf die Erdely sich bezog, durch eine Beraterin Obamas vermittelt wurde.

Bei Twitter sollen automatisierte Blockprogramme gegen Kommentare, die Feministinnen als „sexistisch“ einstufen, zum Einsatz kommen.

Die Demokraten in den USA stellen mit Hillary Clinton erstmals eine ausgewiesene Schlägerin in puncto häuslicher Gewalt als Präsidentschaftskandidatin auf. Hillary verliert keine Zeit, hält eine feministische Rede und macht deutlich, warum man sie wählen sollte: weil sie eine Frau ist. Ach nein, natürlich wegen ihrer Verdienste. Und eines davon ist ... dass sie eine Frau ist.

Naturwissenschaftler haben zunehmend die Nase voll von der antiaufklärerischen Genderideologie. Der Evolutionsbiologe Professor Dr. Ulrich Kutschera nimmt kein Blatt vor den Mund, was ihm eine Zensur des Humanistischen Pressedienstes und eine Rüge des Präsidiums der Universität Kassel einträgt, an der er einen Lehrstuhl hat. Im Mai äußert sich ähnlich Professor Hans Peter Klein, Lehrer der Didaktik der Biowissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt. Im August bezieht der Genomforscher Professor Axel Meyer Stellung. Auch der Philosoph Till Nikolaus von Heiseler mischt sich im September ein.

Die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung (2014: 143,6 Millionen Euro aus öffentlichen Mitteln) bietet in einer Veranstaltung zu Genderdebatten im Internet nahezu das komplette männerverachtende Lager auf, beispielsweise Andreas Kemper, der außer wirren Reden, Beleidigungen und Unterstellungen wie etwa bei seinen Angriffen auf Ronja von Rönne nichts zu bieten hat. Außerdem: Da die Gender-Pay-Gap-Lüge kaum noch zieht, muss eine neue her: das Gender Unpaid Gap über unentgeltlich geleistete Arbeit. Und schließlich gibt die Stiftung im Mai ein neues Machwerk heraus, das Kritik am Feminismus diffamiert.

Manuela Schwesig ist weiterhin rührig – für die Frauen, versteht sich. Ihr Ministerium unterstützt Unternehmensgründungen nach der Elternzeit, natürlich nur für das bevorzugte Geschlecht. Sie selbst betreibt Hetzpropaganda zu häuslicher Gewalt auf Sat 1.

Im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg in Berlin gilt jetzt die vor einem Jahr beschlossene Regelung gegen „frauenfeindliche“ Plakatwerbung auf bezirkseigenen Flächen.

Sie versuchen es immer wieder! Nachdem die Landesregierung von Rheinland-Pfalz 2013/14 mit ihrer Wahlmanipulation nicht durchgekommen ist, plant jetzt Hessen eine gesetzliche Frauenquote bei Kommunalwahlen.

Theater entdecken den heterosexuellen weißen Mann als Sündenbock für alles: „Männlich. Weiß. Hetero.“ Die Antwort darauf: „Weiblich. Weiß. Verwöhnt.“


Mai

„Ja heißt ja“ genügt den psychisch Gestörten nicht, die in den USA an eine Vergewaltigungskultur glauben wollen, denn manchmal heißt ja auch nein.

Auch Comics werden in den Vereinigten Staaten auf feministische Linie gebracht.

An der Humboldt Universität Berlin errichten Studenten als anonyme Gesinnungswächter einen virtuellen Pranger für Professoren, die sich ihrer Meinung nach nicht politisch korrekt verhalten.

Durch das Professorinnenprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung werden normale Professuren zu Frauenprofessuren umgewandelt.

An der Friedrich-Schiller-Universität in Jena verhindern extremistische Studenten, dass kontrovers diskutiert wird.

Manuela Schwesig sorgt dafür, dass der Zweite Gleichstellungsbericht der Bundesregierung so ausfällt, wie sie es sich wünscht, indem sie die betreffende Sachverständigenkommission überwiegend feministisch besetzt. Beispielsweise mit der #aufschrei-Aktivistin Anne Wizorek. Dafür revanchiert sich das Ministerium denn auch mit einer Veranstaltung zum Thema „Hate Speech“, die nichts als eine vom Steuerzahler finanzierte Werbekampagne für Wizoreks Buch ist. Feministische Seilschaften eben.

Der Bericht zur Pädophilievergangenheit der Grünen wird veröffentlicht und macht die Empathielosigkeit der Parteimitglieder gegenüber dem Leid von Jungen deutlich. Führende Politiker der Grünen wiegeln immer noch ab. Volker Beck instrumentalisiert die Schwulenbewegung, um sich nicht seiner persönlichen Schuld stellen zu müssen. Auch die Berliner Senatsjugendverwaltung der siebziger Jahre hatte ihre schmutzige Hand im Spiel, wenn es darum ging, Jugendliche bei vorbestraften Pädophilen unterzubringen.

Statt ihre eigenen Schattenseiten aufzuarbeiten, haben die Grünen Wichtigeres zu tun. Zum Beispiel zu versuchen, eine Frauenquote bei der Wahl der Richter zum Bundesverfassungsgericht durchzusetzen. Oder in einem Fachgespräch Strategien gegen Feminismuskritik zu entwickeln. Oder im Juni davon zu träumen, Steuereinnahmen „geschlechtergerecht“ zu verteilen („gender budgeting“), was in Düsseldorf bereits generalstabsmäßig geplant wird.

Im Deutschlandradio wird gegen Väter Stimmung gemacht und schon im Titel behauptet: „Den Vätern die Rechte, den Müttern die Pflichten“. Angesichts der realen Situation von Vätern und der Tatsache, dass die Bundesrepublik jahrelang die Ratifizierung der UN-Kinderrechtskonvention verschleppt hat, kann ein solches Machwerk nur als zynisch bezeichnet werden. Zudem höhlt das Bundesverfassungsgericht das Umgangsrecht weiter aus, indem es Frauen, die ihre Kinder dem Vater entfremden, belohnt. Dass sich durch derartige Urteile Institutionen bestätigt sehen wie das Bonner Jugendamt, das gemeinsam mit einer Kindesmutter Lügen ans Familiengericht weiterleitet, sollte nicht verwundern.

Aus der Väterbewegung gibt es derweil eine Initiative, nicht mehr von Alleinerziehenden, sondern korrekterweise von Getrennterziehenden zu sprechen.


Juni

In Großbritannien wird eine Gesetzesänderung gefordert: Sex mit einer betrunkenen Frau soll künftig automatisch als Vergewaltigung zählen. In Kanada meint eine Professorin, wer Beweise dafür verlange, dass eine Vergewaltigungskultur existiere, sei unmenschlich. Die Folgen einer solchen Einstellung? Ein 12-jähriger wird vom Unterricht befreit, weil er einem Mädchen zu lange ins Gesicht gesehen hat. Ein 13-jähriger, der aufgrund einer Wette ein Mädchen geküsst hat, muss sich wegen sexueller Belästigung verantworten. Und ein 9-jähriger, weil er einen Liebesbrief schrieb.

Da die kritischen Artikel über ihre Falschbeschuldigung zunehmen, veröffentlicht Emma Sulkowicz jetzt ein von ihr als Performancekunst bezeichnetes Pornovideo über ihre angebliche Vergewaltigung. Dieselbe Emma Sulkowicz, die noch im Februar behauptet hat, sie hätte sich zu sehr geschämt, um über ihre Vergewaltigung zu reden oder sie gar zur Anzeige zu bringen. Etliche Journalisten zeigen sich von der „künstlerischen Qualität“ des Videos beeindruckt.

Der britische Nobelpreisträger Tim Hunt macht auf einer Konferenz von Wissenschaftsjournalisten einen Scherz, den eine humorfreie Journalistikdozentin zum Anlass nimmt, einen Shitstorm wegen Sexismus gegen ihn zu entfachen. Dabei schreckt sie auch vor Lügen und Verdrehungen nicht zurück. Dass der wahre Sachverhalt bekannt wird und sich außerdem herausstellt, dass sie selbst es bei ihrer eigenen Biografie mit der Wahrheit nicht so genau nimmt, ändert nicht das Geringste daran, dass die Medien wie immer gehorsam die feministische Empörungsmaschinerie befeuern und Hunt seinen Job verliert. Warum Universitäten vor dem feministischen Mob kuschen und ihren Mitarbeitern nicht den Rücken stärken, diese Frage bleibt leider unbeantwortet.

Terrorgruppen sind übrigens keineswegs ein typisches Beispiel für Männergewalt. Auch Frauen halten Isis am Laufen.

Die EU veröffentlicht einen Bericht über ihre Strategie für die Gleichstellung von Frauen und Männern nach 2015, auch Noichl-Bericht genannt. Gefordert wird von den Mitgliedsstaaten die systematische Durchdringung sämtlicher Bereiche des Lebens. Damit ist gemeint: Gender Mainstreaming, mehr Lehrstühle für Genderstudien, gender budgeting, Sexualerziehungsprogramme für Kinder, Männer zwangsweise in Betreuungs- und Haushaltsarbeiten einzubinden, auch private Bereiche im Sinne ihrer Ideologie zu reorganisieren, kurz: ein totalitäres System in bester Tradition von Orwell und Stalin zu schaffen.

Während immer wieder behauptet wird, die Wikipedia sei frauenfeindlich, weil dort mehr Männer mitarbeiteten, ist die Allmacht feministischer Administratoren für jeden offensichtlich, der genauer hinguckt. Sowohl in Deutschland als auch in den USA geben Feministinnen offen zu, dass sie versuchen, die Online-Enzyklopädie auf feministischen Kurs zu bringen.

Ein Student der Technischen Universität Berlin nimmt nicht hin, dass er gezwungen werden soll, seine Arbeiten zu gendern. Eine Dozentin lügt über die rechtlichen Voraussetzungen und droht mit Punktabzug.

Deutschland stimmt gegen eine Resolution des UNO-Menschenrechtsrates zum Schutz der Familie, in dem das Recht der Eltern zur Erziehung ihrer Kinder anerkannt und ausdrücklich erklärt wird, dass Kinder in der Familie aufwachsen sollen.

Das Bundesjustizministerium lehnt einen obligatorischen Vaterschaftstest mit fadenscheinigen Begründungen ab.

Eine Plakataktion zeigt die verleugnete Seite häuslicher Gewalt.

Island erwägt ein Parlament, das ausschließlich aus Frauen besteht.

Neuester Trend auf Twitter: Frauen fordern #GiveYourMoneyToWomen.


Juli

Die Statistiken David Lisaks über eine angebliche Vergewaltigungskultur, die großen Einfluss auf die Regierung Obama und führende Zeitungen der USA ausübt, erweisen sich als manipuliert. Das hindert die Unbelehrbaren jedoch nicht daran, weiter an ihrem Glauben festzuhalten. Sex in betrunkenem Zustand ist immer eine Vergewaltigung, befindet beispielsweise eine Universität in South Carolina. Und an verschiedenen Unis in den USA und Kanada werden bereits „Zustimmungsausrüstungen“ verteilt mit Kondom, Gleitcreme und Einwilligungsformular. Eine Einwilligungs-App gibt es selbstredend ebenfalls.

Das kommt dabei raus, wenn man Männer unter Generalverdacht stellt: Ein unschuldiger Mann wird als Pädophiler beschimpft und verprügelt, weil er mit seiner Tochter einen Spaziergang unternimmt.

In Kanada muss ein Mann mit sechs Monaten Gefängnis rechnen, weil er auf Twitter Feministinnen widersprochen hat.

Bayerische Universitäten drücken Gendersprache durch, in Österreich hat sich dieses Neusprech längst als Benotungskriterium etabliert.

Prominente Frauen greifen Amnesty International dafür an, dass die Menschenrechtsorganisation sich für die Entkriminalisierung von Prostitution einsetzt, und bekommen von Betroffenen den Kopf gewaschen.


August

Die Verfechter des Glaubens an eine Vergewaltigungskultur in den USA toben ihre Neurosen weiter auf dem Rücken der akademischen Bevölkerung aus. Sexuelle Belästigung ist demnach bereits, wenn eine Frau versehentlich gestreift wird. Bei sexistischen Bemerkungen soll der Notruf gewählt werden. Als „grey rape“ gilt, wenn eine Frau mit einem Geschlechtsverkehr unzufrieden war. Hillary Clinton findet sowieso, dass man jeder Frau, die „Vergewaltigung!“ ruft, zu glauben hat.

Die Meinungsfreiheit in den USA befindet sich in einem Auflösungsprozess. Studenten wollen von unbequemen Ideen verschont bleiben. Deswegen lehnen es Komiker inzwischen ab, an Universitäten aufzutreten.

Anita Sarkeesian hat der Spielegemeinschaft im künstlich aufgebauschten Skandal um #Gamergate zwar nicht schaden können, sich dafür aber offenbar daran dumm und dämlich verdient.

Die Ärzte ohne Grenzen veröffentlichen Statistiken, die zeigen, dass die Beschneidung von Jungen entgegen weit verbreiteter Propaganda nicht zu einem Rückgang von HIV-Infektionen führt.

Im März hatte die Talkshow Hart aber fair die Genderideologie zum Thema. Auf Druck unter anderem des Frauenrates (2014 mit 584.000 Euro vom Frauenministerium finanziert) nahm der WDR-Rundfunkrat die Sendung aus der Mediathek, was für Kritik quer durch die Medienlandschaft sorgte. Daraufhin setzte der WDR im September mit denselben Gästen eine Neuauflage der Sendung an. Das alles wäre hier keiner Erwähnung wert, nicht mal die üblichen Zensurmaßnahmen auf Druck radikaler Feministinnen, wenn nicht durch das Hin und Her der Eindruck erweckt würde, dass es in dieser Talkshow wirklich um den Austausch grundsätzlich unterschiedlicher Positionen ginge. Jedoch kamen weder in der ersten noch in der zweiten Sendung Positionen der Männerbewegung auch nur ansatzweise vor, das ist der eigentliche Skandal.


September

Es wird bekannt, dass US-Soldaten den von afghanischen Verbündeten begangenen sexuellen Missbrauch an Jungen ignorieren sollen.

Julie Bindel, feministische Kolumnistin für den Guardian, fordert Umerziehungslager für Männer.

Das Europäische Parlament stimmt für den sogenannten Rodrigues-Bericht der EU zur ideologischen Umerziehung Heranwachsender in Schulen, unter anderem mit verpflichtender Sexual- und Gender-Erziehung für alle Schulkinder in der EU ab der 1. Klasse.

Die UN veröffentlicht einen von Fehlern und Manipulationen wimmelnden Bericht über Gewalt gegen Frauen und Mädchen im Internet und fordert Zensurmaßnahmen, obwohl die meisten Opfer von Internetattacken Männer sind.

Auch Google will eine Sondereinheit zur Bekämpfung von „hate speech“ im Netz gründen, besetzt unter anderem mit Anita Sarkeesian, die sich am #gamergate bereichert hat, Rose Eveleth, die 2014 am #shirtgate beteiligt war, und anderen Radikalfeministinnen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel nimmt in China an einem Treffen für „weibliches Empowerment“ teil.

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes interessiert sich nicht für Diskriminierungen gegenüber Männern und Jungen und löscht auf ihrer Facebook-Seite zum „Aktionstag gegen Geschlechterdiskriminierung“ umgehend Beiträge, die auf die Genitalverstümmelung von Jungen hinweisen.

NRW stärkt die Genderforschung an den Landeshochschulen mit einem Millionenprogramm. Bestehende Professuren in verschiedenen Wissenschaftsbereichen sollen um Genderschwerpunkte erweitert werden.

Die Fachschaftsinitiative Gender Studies an der Humboldt Universität Berlin stößt jemanden aus ihren Reihen aus und sorgt damit für Spott. Wie solche Studien im Alltag aussehen, verrät uns ein Student aus der Schweiz.

Die Grünen machen das Gendersternchen („Politiker*innen“) innerhalb der Partei zur Pflicht.

Bild muss Kachelmann 635.000 Euro Schmerzensgeld für die verleumderische Berichterstattung in seinem Prozess zahlen.

Eine ehemalige Geliebte von Alice Schwarzer enthüllt in einem Buch deren Doppelmoral. Daraufhin lässt Alice-Das-Private-ist-politisch-Schwarzer es per Unterlassungsforderung verbieten.

Feministinnen fällt einfach nichts Neues ein. Auch beim VW-Skandal wegen manipulierter Abgaswerte lautet selbstverständlich die einzige Lösung: Frauenquote.

Ein Blick nach Australien: Der neu gewählte Premierminister Malcolm Turnbull verbreitet in seiner ersten Rede die üblichen Klischees über häusliche Gewalt. Dass gleichzeitig an den Schulen feministische Ideologie gelehrt wird, ist sicher kein Zufall.


Oktober

Auch Justin Trudeau, der neue Premierminister von Kanada, ist bekennender Feminist.

In Kalifornien wird Schülern im Zuge des Kreuzzuges gegen eine angebliche Vergewaltigungskultur beigebracht, dass Sexpartner alle zehn Minuten ihre Zustimmung äußern müssen, andernfalls handele es sich um eine Vergewaltigung. Ein Student in Großbritannien, der sich weigert, an einem überflüssigen Workshop gegen Vergewaltigungen teilzunehmen, erntet einen Shitstorm, wird als Vergewaltiger beschimpft und aus Vorlesungen und Bars vertrieben.

Die Meinungsfreiheit in den USA wird bedenkenlos geopfert. Nur noch 36% der Studenten sind für Redefreiheit, 51% dagegen für Sprachcodes, die festlegen, was erlaubt ist und was nicht. Die Feminist Majority Foundation, die das Magazin Ms. herausgibt, fordert eine Einschränkung der Redefreiheit an Universitäten. Das deckt sich mit den Wünschen der jungen Generation der „Milennials“: 40% von ihnen befürworten bestimmte Formen der Zensur, damit Minderheiten „nicht gekränkt“ werden. Ein Experiment mit versteckter Kamera beweist, wie leicht es ist, Studenten der Elite-Universität Harvard für eine Petition zu begeistern, um die Meinungs- und Pressefreiheit auszuhebeln. Und weil die Skala der Absurditäten im Feminismus nach oben hin offen ist: Zu einer öffentlichen Debatte der britischen Universität Manchester zum Thema „Hat der moderne Feminismus ein Problem mit der Meinungsfreiheit?“ werden Menschen mit unliebsamen Meinungen wieder ausgeladen.

Auch die Grünen haben panische Angst vor Andersdenkenden und gehen mit fragwürdigen Methoden gegen sie vor.

In einer Resolution empfehlen die Mitglieder des Europarats einstimmig das Wechselmodell als Standard nach einer Trennung.

Cassie Jaye, die einen Dokumentarfilm drehen möchte, in dem die Männerbewegung fair dargestellt wird, wird verleumdet und bedroht und hat Schwierigkeiten mit der Finanzierung. Durch Crowdfunding kommen jedoch im Nu über 200.000 Dollar zusammen.


November

Die Infantilisierung des Universitätswesens in den USA schreitet weiter fort. Diejenigen, die glauben, es sei die Aufgabe von Universitäten, für Kuschelzonen zu sorgen, werden hysterisch, wenn jemand es wagt, ihnen zu widersprechen.

Auf feministischem Druck hin sagt die britische Universität York eine Veranstaltung zum Tag des Mannes über Männeranliegen ab, am selben Tag, an dem ein Student dort Selbstmord begeht.

Wenn es darum geht, feministische Ideologie zu verbreiten, instrumentalisieren Geschlechterkriegsgewinnler schon mal Flüchtlinge. Sowohl Manuela Schwesig als auch Sigmar Gabriel fordern, geflüchtete Frauen und Kinder bevorzugt zu behandeln. Der Flüchtlingsrat in Niedersachsen findet, dass Zelte im Winter lediglich für Frauen und Kinder kein geeigneter Ort zum Wohnen sind. Und in einer Bundestagsdebatte sind sowohl die Grünen als auch Nina Warken von der CDU/CSU der Ansicht, dass Frauen und Kinder besonderen Schutz brauchen. Schon im April haben Feministinnen ihre Fantasien über eine Vergewaltigungskultur auf Flüchtlinge projiziert und Vergewaltigungen erfunden, die nie stattgefunden haben.

Eine argumentative Auseinandersetzung mit AfD, Pegida und anderen Gruppierungen, die die herrschende Politik kritisieren, findet nicht statt. Die Parteien beschränken sich darauf, unliebsame Bewegungen zu marginalisieren und in die rechte Ecke zu rücken, ohne zu begreifen, dass sie eben damit den Rechtsextremismus stärken. Ein Theaterstück der Berliner Schaubühne beschimpft so unterschiedliche Frauen wie Beatrix von Storch, Frauke Petry, Birgit Kelle, Gabriele Kuby und Hedwig von Beverfoerde als Nazis und Untote, derer man sich nur erwehren könne, indem man ihnen „direkt ins Gesicht“ schieße. Der linke Mob nimmt den Hinweis dankend auf. Das Auto von Beatrix von Storch wird niedergebrannt und ein Brandanschlag auf das Firmengelände von Hedwig von Beverfoerdes Ehemann verübt. Bereits im August verübten Vermummte einen Buttersäureanschlag auf eine Firma, für die Frauke Petry als Geschäftsführerin arbeitet. Und nach einem Brandanschlag auf Auto und Haus von Hedwig von Beverfoerde bedauern Aktivisten im Internet, dass die CDU-Politikerin dabei nicht im Auto saß.

Die Hilfsorganisation Plan wirbt in Deutschlands Städten mit einer Plakatkampagne um Spenden, die ausschließlich Gewalt gegen Mädchen anprangert und damit Gewalt gegen Jungen legitimiert.

Wie es um die Empathie gegenüber Männern bestellt ist, kann man leicht erkennen: Ein Mann zündet sich aus Verzweiflung in einem Job-Center selbst an – und wird, noch während er auf der Intensivstation mit dem Tode ringt, verklagt. Und in Indien stößt das „einfühlsame Geschlecht“ einen Mann aus einem nur für Frauen reservierten Zug in den Tod.

Ein Aktivist, der öffentlich bekennt, trotz HIV Sex ohne Kondom zu haben, betreibt „Aufklärungsarbeit“ in Schulen von NRW.

Der 1. ganzheitliche Genderkongress in Nürnberg findet statt, obwohl der Besitzer der ursprünglich vorgesehenen Räumlichkeiten aufgrund feministischen Drucks einen Rückzieher macht und auch Politiker, die bereits zugesagt hatten, ein Grußwort zu sprechen, ihre Teilnahme ängstlich widerrufen. Die Leiterin der Bayerischen Leitstelle für die Gleichstellung von Frauen und Männern antwortete auf eine entsprechende Frage: "Wir werden dafür sorgen, dass niemand am Kongress teilnimmt.“

In Genderfonds können Anleger, die noch immer an das Märchen der Überlegenheit von Frauen glauben, in Unternehmen mit hohem Frauenanteil investieren. Viel Glück!


Dezember

Beim NSU-Prozess benutzt die Verteidigung das herrschende Frauenbild, um Beate Zschäpe als unschuldiges Weibchen zu porträtieren, das bestenfalls Mitläuferin war.

Manuela Schwesig, die aus ihrer Männerfeindlichkeit kein Hehl macht, hat für Petitessen wie die Flüchtlingsfrage keine Zeit, sie muss sich um ihre Klientel kümmern und noch rasch vor ihrer Babypause ein Entgelttransparenzgesetz anschieben.

Neues vom Bildungsplan: Während Mediziner in Österreich vor der Gender-Indoktrination im Sexualkundeunterricht warnen, sollen in Sachsen-Anhalt schon Kita-Kinder mit „Geschlechtervielfalt und verschiedenen Familienmodellen“ vertraut gemacht werden.

Die Gruppe an der Universität Bonn, die eine neue Leitlinie zum Kinderschutz erstellt, weigert sich, das Thema Beschneidung von Jungen zu berücksichtigen. Angesichts der bekannten Folgen, angesichts neuer Erkenntnisse, die belegen, dass ein solcher Eingriff für Babies schmerzhafter ist als angenommen, angesichts der Tatsache, dass es keine Frauenbeschneidung ohne Männerbeschneidung gibt, ein Armutszeugnis. Passend dazu der Zynismus eines Schmierblattes, das darüber frohlockt, dass eine solche Quälerei ja manche Tierversuche überflüssig mache. Die Doppelmoral der Grünen zu diesem Thema besteht unverändert.

Amnesty International interessiert sich nicht für die Rechte von Jungen und Männern, weil sie eine „pro-feministische Organisation“ ist.

Während Twitter offenbar machtlos gegen die Nutzung durch Terrorgruppen ist, hat man dort keine Schwierigkeiten, Feminismuskritiker rauszuwerfen.

Immerhin: Ein Männerberatungsnetzwerk befindet sich im Aufbau.

Und was zu Silvester geschah ... darüber mehr im „feministischen Jahr 2016“.



Und sonst? „Grexit“ – Schuldenpoker in Griechenland. 25 Jahre Wiedervereinigung. Annäherung zwischen Kuba und den USA. Helmut Schmidt stirbt. Ein weiterer terroristischer Anschlag in Paris während des Länderspiels Frankreich-Deutschland. Einführung des Mindestlohns.
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Weitere Jahreschroniken: 1995. 2012. 2013. 2014. 2016.

Entwicklungen und Zusammenhänge erkennt man am besten, wenn man den Blick aufs große Ganze richtet und sich nicht in Details verliert. Die Jahreschroniken dienen dazu, sich einen schnellen Überblick über die Ausbreitung des Feminismus’ und die daraus resultierenden Folgen vor allem in Politik, Justiz und medialer Gehirnwäsche innerhalb Deutschlands zu verschaffen. Hinzu kommen relevante Einflüsse aus dem Ausland, in der Regel aus den USA. Nebenkriegsschauplätze, alltägliches Männerbashing oder Grabenkämpfe innerhalb der Filterblase Männerbewegung spielen daher keine Rolle. Ergänzungen, insbesondere aus Österreich und der Schweiz, sind willkommen.

Kommentare:

  1. https://www.youtube.com/watch?v=hRtntiiHtZQ

    https://www.youtube.com/watch?v=w0yfGIpxKQM

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  2. Ausgezeichnet.

    Ich habe das wie üblich auf meiner Startseite verlinkt.

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Vielen Dank für deinen Kommentar. Sobald ich ihn gelesen und geprüft habe, schalte ich ihn frei.

Viele Grüße

Gunnar