Im Aquarium

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Sonntag, 3. April 2016

Das feministische Jahr 2013

Von Aufschrei bis Pädophilie.




Januar

Opfer-Abo“, von Jörg Kachelmann und seiner Frau Miriam geprägt, wird Unwort des Jahres. Die Jury begründet ihre Wahl damit, der Begriff stelle Frauen „pauschal und in inakzeptabler“ Weise unter den Verdacht, sexuelle Gewalt zu erfinden und damit selbst Täterinnen zu sein.

Anlässlich der Neuausgabe der kleinen Hexe werden, noch vom mittlerweile verstorbenen Autor Otfried Preußler autorisiert, Textänderungen vorgenommen, beispielsweise der Begriff „Neger“ durch „Messerwerfer“ ersetzt. Das Vorhaben setzt eine Debatte über politische Korrektheit in Kinderbüchern in Gang.

Der Stern veröffentlicht einen Artikel, in welchem dem FDP-Politiker Rainer Brüderle vorgeworfen wird, auf unziemliche Weise eine Journalistin des Magazins angesprochen zu haben. Der Vorfall wird von den Leitmedien hochgekocht und zum landesweiten Skandal aufgebauscht. Geschäftstüchtig legt der Stern eine Ausgabe später nach und attestiert Deutschland ein generelles Sexismus-Problem.

Mittlerweile haben jedoch Netzfeministinnen bereits das Ruder übernommen und mit dem Hashtag #aufschrei über Twitter ein mediales Großereignis inszeniert. Anne Wizorek („Beraterin für digitale Strategien“) begründet mit dieser Aktion ihre Karriere als „Netzexpertin“ und wird in den folgenden Jahren in den Medien herumgereicht. Die angeblichen Erfahrungen mit Alltagssexismus, die Frauen unter #aufschrei veröffentlichen, halten einer näheren Betrachtung jedoch nicht stand.


Februar

Die Gruppe Femen, 2008 in der Ukraine gegründet und seit 2012 auch in Deutschland aktiv, macht in diesem Jahr verstärkt von sich reden. Barbusig und mit Geschrei inszenieren die beteiligten Frauen Skandal um Skandal; eine Marketing-Strategie, die aufgeht. Die Mischung aus Nacktheit und Aggressivität wirkt auf die stets eingebundenen Medien unwiderstehlich. Weil sich die Frauen als politisch-feministische Gruppe inszenieren, hinterfragt kaum jemand ihre austauschbaren Botschaften: Wahlweise geht es gegen Faschismus, Kapitalismus, Putin, die Kirche, Prostitution, Modellshows oder Beschneidung von Mädchen. Hauptsache Aufmerksamkeit.


März

Geheime Absprachen zwischen Ursula von der Leyen (CDU) und Politikerinnen anderer Parteien, insbesondere Manuela Schwesig (SPD) und Renate Künast (Grüne), sorgen für eine fraktionsübergreifende Mehrheit in der Frage der Frauenquote und einen Kurswechsel der CDU. Dadurch wird im November ein Kompromiss möglich, der vorsieht, dass Aufsichtsräte börsennotierter Unternehmen ab 2016 einen Frauenanteil von dreißig Prozent haben müssen.


April

Der Prozess gegen Heidi Külzer, die Horst Arnold mit einer Falschbeschuldigung wegen angeblicher Vergewaltigung für fünf Jahre ins Gefängnis brachte, beginnt. Im September wird sie zu fünfeinhalb Jahren Gefängnis verurteilt – ein seltener Fall. In der Regel gehen Falschbeschuldigerinnen straffrei aus.

Feministische Gruppen unterwandern die Piratenpartei. Im April findet mit Zustimmung des Vorstands ein PiratinnenKon statt. An dessen erstem Tag, an dem die Beschlüsse gefasst werden, ist die Mehrheit der Mitglieder ausgeschlossen, um ein genehmes Ergebnis zu erzielen. Kritiker werden mit an Schauprozessen erinnernden Methoden mundtot gemacht.


Mai

Die Erfinderinnen des Hashtags #aufschrei erhalten den Grimme Online Award.

Auf Twitter startet ein neuer Hashtag: #killallmen. Die Erfinderinnen können nichts Männerverachtendes in ihrem Aufruf erkennen.

Nachdem im März der Präsident des Bundesverfassungsgerichts seine Festrede zur Verleihung des Theodor-Heuss-Preises an Daniel Cohn-Bendit wegen dessen früheren Äußerungen zur Sexualität zwischen Erwachsenen und Kindern abgesagt hat, wird allmählich deutlich, in welchem Ausmaß die Grünen Pädophilie unterstützt hatten. Während die Grünen jedoch die Verfehlungen anderer nicht laut genug geißeln können, tun sie sich äußerst schwer damit, sich ihrer eigenen Vergangenheit zu stellen. Im Laufe der Monate kristallisiert sich unter anderem heraus, dass die Feministinnen der Partei dabei geholfen haben, die sexuelle Gewalt gegenüber Jungen zu vertuschen, um den Opferstatus Frau nicht zu gefährden.

Die im Januar vom Bundestag verabschiedete Gesetzesreform zum Sorgerecht nicht verheirateter Väter tritt in Kraft. Das Gesetz ist jedoch weitgehend Kosmetik; in der Praxis sind Väter nach wie vor von der Zustimmung der Mutter beziehungsweise dem guten Willen der Gerichte abhängig.

In Facebook sollen künftig „frauenfeindliche“ Beiträge und „hate speech“ gelöscht und ihre Verfasser gesperrt werden. Faktisch läuft es auf eine Zensur von Texten hinaus, die der feministischen Ideologie widersprechen.


Juni

Die Heinrich-Böll-Stiftung veröffentlicht die Broschüre „Gender, Wissenschaftlichkeit und Ideologie“, in der sie praktisch jeden Kritiker der Gendertheorie in einem Atemzug mit der NPD nennt.

Die Universität Leipzig beschließt, die weibliche Form universitärer Berufsbezeichnungen („Professorin“) künftig auch auf Männer anzuwenden.


Juli

Die Universität Potsdam zieht nach. Besonders pikant die Begründung: Weil die „gendergerechte Sprache“ unlesbar sei, man aber zuviel Ärger mit Feministinnen befürchte, wenn man einfach wieder zu den Regeln der deutschen Sprache zurückkehren würde.

Eine Sonderauswertung der PISA-Studie 2009 belegt, dass Mädchen und Reiche bei der Vergabe von Schulnoten bevorzugt werden.

Die EU will eine Frauenquote nicht nur für börsennotierte Unternehmen, sondern auch für den Mittelstand.

Ein kleiner Lichtblick: Im Hashtag #womenagainstfeminism bekennen sich immer mehr Frauen offen dazu, den Feminismus abzulehnen.


August

Die feministische Unterwanderung der Piratenpartei wird fortgesetzt (#om13gate) Auf der diesjährigen Open Mind Konferenz ragt besonders ein manipulativer Beitrag zum Thema „hate speech“ heraus, der Andersdenkende an den Pranger stellt. Es ist das Ende der Meinungsfreiheit innerhalb der Partei, die daraufhin bei der Bundestagswahl im September mit 2,2 % der Stimmen die Quittung bekommt und in der Bedeutungslosigkeit versinkt.

Das Oberlandesgericht Nürnberg ordnet die Wiederaufnahme des Verfahrend Gustl Mollath und seine unverzügliche Freilassung an.

Taz-Chefin Ines Pohl verhindert einen Beitrag über die pädophile Vergangenheit der Grünen.

Es ist Wahlkampf. Und die SPD macht deutlich, was sie von Geschlechtergerechtigkeit und Demokratie hält: „Die antifeministische Männerrechtsbewegung wird, wenn wir in Regierungsverantwortung sein sollten, keinerlei Zugang bekommen. Wir werden dafür sorgen, dass progressive und profeministische Kräfte in der Männerpolitik gestärkt werden.“


September

Die EU will Kritik am Feminismus verbieten. Dazu gehört bereits, wenn man sich darüber lustig macht. Jugendliche Täter sollen in einem speziellen Programm zu einer „Kultur der Toleranz“ umerzogen werden.

Mit Boris Becker macht zum ersten Mal in Deutschland ein Prominenter die durch seine Partnerin erlittene häusliche Gewalt öffentlich. Die Reaktion der Medien ist vorauszusehen: Abwehren und Lächerlichmachen. Oft stehen die Beiträge in der Rubrik „Unterhaltung“.

Der Spiegel berichtet über Frauen in technischen Berufen und erwähnt dabei das Projekt MINTIFF der Technischen Universität Berlin, finanziell unterstützt von der Bundesregierung und der EU, das feministischen Einfluss auf Drehbücher nimmt. Für die entsprechende Gestaltung einer Folge der Reihe Tatort wurden beispielsweise 10.000.- Euro gezahlt.

Genitalverstümmelung wird als eigener Straftatbestand und schwere Körperverletzung in das Strafgesetzbuch aufgenommen und kann mit bis zu fünfzehn Jahren Gefängnis bestraft werden – sofern dieses Verbrechen an Mädchen verübt wird. Der Ende Juni neu geschaffene Paragraf 226a des Strafgesetzbuches (StGB) trägt die Überschrift „Verstümmelung weiblicher Genitalien" und lautet: „Wer die äußeren Genitalien einer weiblichen Person verstümmelt, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft." In Verbindung mit Paragraf 1631d BGB, der die Beschneidung von Jungen legalisiert, macht der neue Tatbestand damit deutlich, dass unsere Politiker auch im 21. Jahrhundert noch zwischen wertvollem und unwertem Leben unterscheiden.


Oktober

Die feministische Unterwanderung der Wikipedia erreicht einen neuen Höhepunkt. Eine Seilschaft von Akademikerinnen in den USA ruft das Projekt Storming Wikipedia ins Leben, um dort „feministische Gedanken einzuschleusen“. In Deutschland tritt Ulrich Fuchs, Mitbegründer der Wikimedia Deutschland, als Konsequenz auf die vielen Manipulationen aus.

Alice Schwarzer, von jüngeren Feministinnen mittlerweile nur noch als peinlich empfunden, versucht ein Comeback, indem sie für ein Verbot der Prostitution eintritt. Betroffenenverbände wehren sich.

Die UN behauptet in einer Kampagne, Frauen würden durch die angeblich sexistische Autovervollständigung bei Google diskriminiert. Dabei beweisen die Suchresultate oft das Gegenteil, und die Höhe der Trefferzahlen wurde möglicherweise sogar erst durch die Kampagnenbetreiber hervorgerufen.

Grüne und SPD versuchen in Rheinland-Pfalz Einfluss auf die Wahlen zu nehmen, indem sie den Wählern nahelegen, welches Kriterium bei der Entscheidungsfindung besonders zu berücksichtigen ist: Künftig sollen Parteien die Höhe des Frauenanteils auf ihrer Liste angeben.

In den USA versucht ein Netzwerk feministischer Aktivisten ein Konzept aus den 1970er Jahren wieder zu propagieren, nämlich den Glauben, es gäbe in der Gesellschaft im Allgemeinen und an den Universitäten im Besonderen eine „rape culture“, eine Vergewaltigungskultur.

Die EU will alle Universitäten zu „Gender Action Plans“ zwingen, ein anderes Wort für Privilegierung durch Frauenquoten.

Der Europarat verabschiedet eine Resolution gegen Genitalverstümmelung bei Jungen. Israel protestiert. Der Ärzteverband in Deutschland kritisiert das 2012 von der Bundesregierung verabschiedete Beschneidungsgesetz. Mittlerweile wird offensichtlich, dass das Argument, Beschneidung diene der Aidsvorsorge, Unsinn ist.


November

Deutschlands Universitäten verkommen mehr und mehr zu feministischen Kaderschmieden. Die Humboldt-Universität Berlin verweigert Auskünfte zu den Gender Studies. An der Technischen Universität Berlin platzt aufgrund feministischen Drucks eine geplante Diskussionsveranstaltung zum Thema „Frauenquote“. Besorgte Wissenschaftler starten einen Aufruf zur Rettung von Forschung und Lehre.


Dezember

Jörg Kachelmann verliert seinen Prozess gegen die Falschbeschuldigerin Claudia Dinkel und legt dagegen Berufung ein. Das Bundesamt für Justiz sieht sich derweil außerstande, die Häufigkeit von Falschbeschuldigungen näher zu untersuchen.

Bei Twitter wird eine Art Pranger eingerichtet: Anonyme Netzaktivisten fordern zum Ausgrenzen Andersdenkender auf. Ihre Empfehlungen führen dazu, dass Betreiber geblockt oder sogar von Twitter gesperrt werden. Vorn mit dabei: Radikalfeministinnen, die hier eine weitere Möglichkeit sehen, sich die Definitionsmacht zu sichern.

Nach der Bundestagswahl im September wird nun die SPD-Politikerin Manuela Schwesig („Nach der Quote ist vor der Quote“) Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die CDU-Politikerin Ursula von der Leyen („Mindestens jede fünfte Frau hat schon einmal sexuelle Belästigungen am Arbeitsplatz erlebt. Jedoch ist die Zahl derjenigen, die sich tatsächlich wehren, notfalls auch vor Gericht, eher gering. Das spricht für eine hohe Dunkelziffer.“), die auch für die Emma schreibt, wird Verteidigungsministerin.



Und sonst? Edward Snowden enthüllt, wie USA und Großbritannien Telekommunikation und Internet global überwachen. Die FDP scheitert auf Bundesebene an der Fünf-Prozent-Hürde. Der Prozess gegen die NSU beginnt. Nelson Mandela stirbt.


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Weitere Jahreschroniken: 1995. 2012. 2014. 2015. 2016.


Entwicklungen und Zusammenhänge erkennt man am besten, wenn man den Blick aufs große Ganze richtet und sich nicht in Details verliert. Die Jahreschroniken dienen dazu, sich einen schnellen Überblick über die Ausbreitung des Feminismus’ und die daraus resultierenden Folgen vor allem in Politik, Justiz und medialer Gehirnwäsche innerhalb Deutschlands zu verschaffen. Hinzu kommen relevante Einflüsse aus dem Ausland, in der Regel aus den USA. Nebenkriegsschauplätze, alltägliches Männerbashing oder Grabenkämpfe innerhalb der Filterblase Männerbewegung spielen daher keine Rolle. Ergänzungen, insbesondere aus Österreich und der Schweiz, sind willkommen.

Kommentare:

  1. Eine faktenreiche Zusammenfassung des Jahres 2013. Erst mal vielen Dank für deine ziselierte Komprimierung der einzelnen Monate. Sieht man das Jahr dann unter diesem Kontext, dann bekommt man konzentrierte Eindrücke, wie sehr sich hier schon feministische Seilschaften und Grüppchen gebildet haben.

    Und man sieht, wie sehr sich Politik und Medien zum Büttel des Feminismus machen bzw. fleißig an diesem Netzwerk mitstrickt.

    Vielen Dank für deine Arbeit.

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  2. Großartige Zusammenfassung, vielen Dank dafür!!

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Vielen Dank für deinen Kommentar. Sobald ich ihn gelesen und geprüft habe, schalte ich ihn frei.

Viele Grüße

Gunnar